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Brötchentütenaktion 2008
Aktion "Gewalt kommt nicht in die (Brötchen)Tüte" 2008
Aktionen am Internationalen Tag "Nein zu Gewalt an Frauen" am 25.11.2008
Informationen der hauptamtlichen Gleichstellungs-beauftragten der Orte Ahrensburg, Bargteheide und Trittau
v. l.: W. Nussel, BM Trittau; V. Sprotte, MA Frauenhaus Stormarn; I. Schuhmann, GB Stadt Bargteheide; G. Fricke, GB Stadt Ahrensburg; C. Zingelmann, Bäckerei Zingelmann; I. Diekmann, GB Amt und Gemeinde Trittau; C. Schufft, Beratungszentrum Südstormarn.
Am Internationalen Tag "Nein zu Gewalt an Frauen" führten die Gleichstellungsbeauftragten Inge Diekmann, Amt und Gemeinde Trittau, Irene Schumann, Stadt Bargteheide und Gabriele Fricke, Stadt Ahrensburg, in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund und den Frauenfacheinrichtungen eine Informationsbustour durch. Anhand von Plakaten und Infoständen wurde in den oben genannten Orten auf die Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte", die Frauenhelpline sowie die Hilfsangebote der Frauenfachberatungsstellen und des Frauenhauses aufmerksam gemacht.
Die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen, eine Mitarbeiterin des Frauenhauses Stormarn, Vertreterinnen des Kinderschutzbundes, der Frauenberatungsstelle BEST und des Beratungszentrum Südstormarn informierten Passanten über die Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte". Begleitet wurden sie dabei durch den Bäckermeister Claus Zingelmann aus Lütjensee, den Bäckermeister Hartmut Kock aus Bargteheide sowie durch die Braaker Mühle, die an den Ständen Brötchen verteilten bzw. diese lieferten. Der Bürgermeister von Trittau, Herr Walter Nussel und der Bürgermeister von Bargteheide, Herr Werner Mitsch waren in ihren Kommunen ebenfalls dabei und unterstützten die Aktion.
"Schaut hin! Gewalt kommt nicht in die Tüte!"
An Informationsständen auf dem Europaplatz in Trittau, dem Rathausvorplatz in Bargteheide und auf dem Rondeel in Ahrensburg bekamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger Informationen und Auskünfte und konnten sich über das Brötchen in der Tüte mit dem Aufdruck "Gewalt kommt nicht in die Tüte" freuen.
Trittau, Infostand Europaplatz
Herr Zingelmann, Frau Diekmann
Infostand
Infotisch
G. Fricke im Gespräch mit Passantin
Bargteheide Rathausvorplatz
Die Brötchen werden geliefert: Frau Fricke, Frau Schumann, Herr Kock
Herr Mitsch, Frau Diekmann, Frau Schumann, Frau Marwitz
Frau Sprotte im Gespräch
Frau Schumann , Herr Mitsch, Herr Kock
Passanten mit Kinderwagen
Ahrensburg Rondeel
Infostand auf dem Rondeel
Infostand: Frau Schumann, Frau Diekmann, Frau Schirm, Frau Fricke, Frau Böttger
Frau Fricke, Frau Rothhardt, Frau Lüders, Frau Sprotte
Infostand
Diese Aktion war ein Teil der Kampagne "Gewalt kommt nicht in die Tüte", die gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn, den Frauenfacheinrichtungen und dem Projekt "Runder Tisch KIK- Stormarn" sowie der Bäcker- Innung Holstein - Stormarn als Kooperationspartnerin durchgeführt wird. Schirmfrau für diese landesweite Aktion ist die Ministerin für Bildung und Frauen Ute Erdsiek-Rave.
Gewalt gegen Frauen (und Kinder) ist keine Privatsache - sie geht uns alle an!
Mindestens jede vierte Frau wird Opfer von Übergriffen ihres Partners. Kinder, die in einer solchen Umgebung aufwachsen, sind ebenfalls im hohen Maß gefährdet: Sie werden entweder selbst verletzt oder aber durch das Miterleben der an ihrer Mutter (in seltenen Fällen an ihrem Vater) verübten Gewalt traumatisiert. Sie erwerben auf diese Weise Verhaltensmuster, die ihr späteres Leben prägen: Mädchen verstricken sich als Erwachsene häufig wieder in eine Beziehung, in der sie Opfer von Gewalttätigkeiten des Partners werden. Jungen übernehmen das Beispiel ihrer Väter und zeigen sich unfähig, Konflikte friedlich zu lösen. Bei Migrantinnen ist das Ausmaß der körperlichen Misshandlung, dem sie ausgesetzt sind, oftmals größer, es treten auch qualitativ andere, teilweise gravierendere Formen der Verletzung ihrer körperlichen und seelischen Integrität hinzu. Zwangsheirat oder so genannte Ehrenmorde sind spektakuläre Erscheinungen davon.
Die Wichtigkeit von Hilfsangeboten für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder belegen die zahlreichen Einsätze der Polizei bei häuslicher Gewalt. Jährlich werden rund 35 Wegweisungen ausgesprochen. Von Seiten der Polizei wurden jährlich im Schnitt 40 von Gewalt betroffene Frauen zur weiteren Beratung an die Beratungsstelle "Frauen helfen Frauen e.V." vermittelt.
Die Statistik für das Jahr 2007 lautet:
- Kreis Stormarn - 33 Wegweisungen, 170 Einsätze häusliche Gewalt
- 2007 Land Schleswig-Holstein - 650 Wegweisungen, 2637 polizeiliche
Einsätze häusliche Gewalt
- Das Frauenhaus Stormarn bot im Jahr 2007 insgesamt 39 Frauen und
37 Kindern Schutz vor Gewalt.
Auf den Brötchentüten befindet sich die Telefonnummer der Frauenhelpline in Schleswig-Holstein: 0700/ 999 11 444,
die in den Zeiten von Mo. - Fr. 15:00 - 01:00 Uhr sowie
Sa. So. von 10:00 - 03.00 Uhr besetzt ist. Kosten pro Anruf 0,24 €.
Die helpline existiert seit 2006 landesweit. 2007 gab es 1.100 Anrufe.